Selten sind in
Frankreich Landschaften, die einen ebenso großen Reichtum an
touristischen Attraktionen zu bieten haben. Dieses Departement hat seit
eh und jeher eine Tradition der Öffnung zur weiten Welt. Der
Zugang nach Spanien und zum südlichen Rhonetal, er verbindet die
Region Aquitaine mit der Provence und Italien.
Seit Urzeiten haben Menschen diese gastliche
Erde bewohnt. Eine beachtliche Anzahl von Dolmen (über 500) sind
Zeugen dieser antiken Besiedelung.
Mehr als 140 Burgen und Schlösser
(leider meist Ruinen) zeugen von einem sehr reichen Leben auf den
Ländereien im "Languedoc". Das Vorhandensein verschiedenster Minen
(Eisen, Silber, Kohle, Bauxit) ist sicher auch ein Grund für die
frühe Besiedelung. Hunderte von Orten erinnern mit ihren Kirchen,
romanisch oder gotisch, den Häusern und öffentlichen
Bauwerken, ihren Gassen und Sträßchen, Sagen und Legenden an
die vergangenen Jahrhunderte.
Die Neuzeit sah die Entwickelung der
Seidenraupenzucht, der Seidenspinnereien und Tuchfabriken (Ganges, Lodeve, Villeneuve
u.s.w.), dem Weinbau und dem Seehandel (Sète,
zweitgrößter Handelshafen der französischen
Mittelmeerküste). Nicht zu vergessen, der "Kanal du Midi", ein
Kanal (Patrimoine mondial)
der Sète mit Bordeaux verbindet und
natürlich Montpellier, neuste "Technopole".
Karthager, Kreuzzüge und Religionskriege
haben dieser Region, eigentlich sehr tolerant, ihr Siegel
aufgedrückt; Béziers, Ganges und Minerve
sind die Prinzipalen Zeugen dieser Epoche.
Der Zauber seiner Landschaften und das
angenehme Klima erfreuen jedes Herz. Man zählt von Nord nach
Süd drei große Zonen, den 3 Flüsse durchqueren. Der
größte und wichtigste gab dem Departement seinen Namen
Im Zentrum große Ebenen und
Hügellandschaften (von "Lunel",der
Tür zur "Carmargue" bis "Olonzac". Weinfelder und Obstbäume wechseln
mit Kräuterbewachsenen Felsen und grünen Wäldern ab, in
denen die "Zikaden" singen. Mittendrin der fischreiche "Lac du Salagou",
direkt neben einem dolomitischen
Naturschauspiel, dem "Cirque de Mourèze".
Hier ist auch das Land der Weingüter und
Weinkeller: "Montagnac" ist z.B. die
größte Weinkellerei Europas. Überall macht man
hervorragende "Tischweine", die hervorragenden Weine (St. Chinian, Faugères,
St. Georges ...) und die leckeren "Muskatweine" (Lunel,
Minervois
Im Norden, das Gebirge : die "Cévennes
". Hier liegt der regionale
Naturpark vom Hoch-Languedoc. Diese Gegend
zeigt ein ganz anderes Gesicht vom Hérault, und das nur einige
Kilometer vom Meer entfernt. Am Südhang der Berge (Eéranne, Escandorgues,
Caroux, Espinouse,
Somail) wechseln grüne
Täler sich mit charmanten Ortschaften ab. Tiefe Klammen zwischen
denen reißende Wasser strömen, das sind die "Gorges de la
Vis", vom Strom Hérault. Hier praktiziert man Wildwasserfahrten.
An den Ufern von Hérault und Orb
wachsen Kirschbäume. Jeder wird hier gefangen vom Zauber dieser
Berge und Täler.
Weite, unendliche Aussichten, riesige,
wildreiche Wälder, daß sind die
Berglandschaften des Hérault.
Es gibt hier Grotten die man das ganze Jahr
besichtigen kann (Clamouse, Demoiselles, Devèze,
Labeil).
Unglaublich schöne Seen
: "Raviègge, Avène, Vesoles"
... man läßt sich von den
Dolomitzirkussen verzaubern : "Infernet, Navacelles (10 Km durchmesser)
und Mourèze, wo man auch der
Bergsteigerei frönen kann. Last not
least, im extremen Nord-Osten, in mehr als 1000 Meter höhe, liegen
die großen "Causses" von Larzac ...
Dieses reiche Panorama wäre nicht
komplett, ohne die bekannten Thermen und Badeorte, "Balaruc-les-Bains,
Lamalou-les-Bains, Avène-les-Bains) zu erwähnen. Dazu
ungezählte Museen und Sammlungen. Die reiche und geschmackvolle
Küche des Hérault erfreut jeden Gaumen.
Dazu gibt es ein abwechselungsreiches
Kulturprogramm. Montpellier, ein Zentrum großer
Universitäten; Sète, Heimat
von Paul Valéry und Geoges
Brassens; Pézénas, die Liebe
von Molière u.s.w. ...
Worte reichen nicht aus um den Hérault
zu verstehen. Sie müssen kommen und sehen. Seid willkommen.
Paul Lacaze Präsident der U.D-O.T.S.I. ;
übersetzt aus dem französischen von Heinz-J. Timmer,
Februar2000 |